Beratung Tinnitus

Tinnitusberatung

Die Diagnose Tinnitus trifft viele Menschen unvorbereitet. Häufig müssen Patienten beim Ohrenarzt erfahren, dass ihr Leiden nicht heilbar ist. Viele Betroffene fühlen sich alleingelassen, sind hoffnungslos und haben das Gefühl, niemand könne nachvollziehen, was sie durchmachen. Doch was Menschen mit Tinnitus erleben wissen Ohrenärzte, Hörakustiker und Therapeuten nur zu gut. Ihre Erkenntnis: Das Erleben von Tinnitus ist so individuell wie der Betroffene selbst. Eine Heilung von Tinnitus zu versprechen, ist nach jetzigem Forschungsstand nicht vertretbar. Es gibt keine universelle Therapiemethode. Dennoch gibt es Mittel und Wege den „Ton im Kopf“ zu bewältigen. Besonders wichtig ist die Erkenntnis, dass Menschen mit Tinnitus auf vielfältige Weise wieder die Kontrolle über Ihr Leben gewinnen können und das lästige Ohrgeräusch so seine Macht verliert. Der Schüssel dazu liegt im Umgang mit dem Geräusch im Kopf. Wir von Hörakustik Marlis Weege begleiten Sie gerne auf diesem Weg und stehen Ihnen Beratend und mit neuesten technischen Entwicklungen zur Seite.

Was ist Tinnitus?

Viele Menschen beschreiben ihn als Pfeifen, Zischen, Rauschen oder Klingeln im Ohr. Tinnitus vom lateinischen Verb tinnire/klingeln abgeleitet, klingt individuell und unterscheidet sich von Person zu Person in Geräuschart, Tonhöhe (Frequenz) und Lautstärke. Etwa 25% der deutschen Bevölkerung sind einmal im Leben von einem akuten Tinnitus ( bis zu 3 Monate Dauer ) betroffen, der jedoch nach kurzer Zeit wieder abklingt. Bei rund 13% aller Deutschen bleibt der Ton dauerhaft (über 6 Monate) und wird somit zum chronischen Tinnitus. Allerdings nehmen nur 2% der deutschen Bevölkerung eine starke Belastung wahr. Die Statistik zeigt zudem, dass Frauen und Männer in gleichem Maß betroffen sind. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen subjektiven und objektiven Tinnitus. Während der seltener auftretende objektive Tinnitus auch für den Arzt hör- und messbar ist und in der Regel durch medizinische Therapien behandelt werden kann, nehmen Menschen mit subjektiven Tinnitus ihr Ohrgeräusch ausschließlich selbst wahr. Wie sehr der Tinnitus das Leben beeinflusst, hängt vor allem von Dauer und Lautstärke des Ohrgeräusches ab. 80% der Betroffenen empfinden Ihr Geräusch als nicht oder wenig störend, die übrigen 20% hingegen beschreiben ihre Erfahrungen als unangenehm bis unerträglich – sie leiden unter einem „dekompensierten Tinnitus“
Ursachen von Tinnitus
Trotz umfangreicher Untersuchungen durch Fachärzte kann häufig keine konkrete Ursache für das Entstehen des Tinnitus festgestellt werden. Für Betroffene ist diese Situation oft sehr unbefriedigend. In den meisten Fällen wird eine Schädigung des Innenohrs als Auslöser angesehen, welche häufig mit einer Hörminderung einhergeht ( zirka 90% der Tinnitusbetroffenen ). Diese kann jedoch so gering sein, dass sie vom Betroffenen nicht wahrgenommen wird. Nimmt der Tinnitus zu viel Raum im Leben ein, sind viele komplexe Mechanismen daran beteiligt. Beispielweise steuern verschiedene Hirnregionen die Wahrnehmung des Ohrgeräusches. Die Entstehung von Tinnitus lässt sich also am ehesten als das Zusammenwirken verschiedener Faktoren beschreiben. Im Folgenden werden exemplarisch mögliche Ursachen dargestellt.

Lärmschädigung:

Die häufigste Ursache für Tinnitus ist eine Schädigung des Innenohrs. Diese kann zum Beispiel auch durch ein Knalltrauma oder extrem laute Geräusche entstehen. Bei 1/3 der Betroffenen kann der Tinnitus auf ein Lärm- oder Knalltrauma zurückgeführt werden. Durch eine extreme Lärmeinwirkung knicken die feinen Haarsinneszellen im Innenohr ab. Dies führt zu einer Fehlfunktion, welche einen Dauerton oder ein Geräusch erzeugen kann.

Hörsturz

Tinnitus tritt häufig in Zusammenhang mit einem Hörsturz auf. Hierbei handelt es sich um einen „Ohrinfarkt“, welcher plötzlich auftritt und zu einer Schallempfindungsschwerhörigkeit führt. Der Hörverlust kann von geringgradig bis völlige Gehörlosigkeit reichen und alle Frequenzbereiche des menschlichen Innenohres betreffen.

Muskelverspannung

Tinnitus kann auch durch Funktionsstörungen im Kieferbereich und chronische Muskelverspannungen im Bereich der Halswirbelsäule auftreten. Zahnärztliche bzw. kieferorthopädisch und orthopädische Untersuchungen könnten Zusammenhang aufweisen und durch entsprechende Therapiemethoden einen Tinnitus verringern.

Stress

Bislang können keine wissenschaftlichen Studien einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Stress und der Entstehung von Tinnitus nachweisen. Tinnitus löst jedoch selbst Stress aus. Ohrgeräusche werden in angespannten Momenten stärker wahrgenommen als in entspannten Zustand. Das Herausfiltern eigentlich unwichtiger Geräusche gelingt schlechter. Mit diesem Wissen im Hinterkopf werden bei weitgehend allen sogenannten „Tinnitus-Trainingsverfahren“ Entspannungstechniken eingesetzt. Sie sollen helfen Stress abzubauen, der durch den Tinnitus verursacht wird.

Medikamente

Neben bestimmten Schmerz- und Rheumamedikamenten, Malaria-Medikamenten und wassertreibenden Mitteln ( Diuretika ), können einige Medikamente Tinnitus auslösen. Nach Beendigung der Einnahme, legen sich in der Regel die entstandenen Ohrgeräusche wieder. Medikamente zur chemotherapeutischen Krebsbehandlung und auch Antibiotika können jedoch das Innenohr auch irreversibel schädigen und einen Tinnitus auslösen.

Tinnitusnoiser

Bei zirka 90% der Tinnitusbetroffenen liegt eine Hörminderung vor. In diesen Fällen hat der Tinnitus meist eine Tonhöhe in dem Frequenzbereich,in dem das Gehör am stärksten beeinträchtigt ist. Auch wenn noch keine Einschränkung im Sprachverstehen zu merken ist, sollte das Hörvermögen genau untersucht werden. Bei der audiometrischen Untersuchung wird zum einen das Hörvermögen überprüft, desweiteren wird der subjektive Tinnitus in Tonhöhe und Lautstärke bestimmt. Im Anschluss beginnt die Testphase mit Hörsystemen bzw. Kombi-Geräten. Mit diesen speziellen Geräten wird der eventuell vorhandene Hörverlust ausgeglichen und zusätzlich mit einem dem Tinnitus angepassten Geräusch hinterlegt. Durch die vorhergegangenen Tests ist dieses Geräusch hörbar jedoch leiser als der subjektive Tinnitus. Somit erhält das Gehör wichtige Informationen, in den Bereichen, in denen ein Hörverlust vorliegt und in ruhigen Situationen kann der Betroffene sich seinen Tinnitusnoiser dazu schalten, um dem Ohrgeräusch die Überlegenheit zu nehmen.

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